Die Katastrophe von Teneriffa: Kommunikation und mehrere Sicherheitsfaktoren
3 Min. LesezeitVon Andrew

Die Luftfahrt hat aus früheren Unglücken zahlreiche Sicherheitsverbesserungen entwickelt. Die Kollision auf dem Flughafen Los Rodeos, heute Teneriffa Nord, am 27. März 1977 gilt mit 583 Todesopfern als schwerstes Unglück der Zivilluftfahrt nach Zahl der Menschen, die an Bord von Luftfahrzeugen starben. Der folgende Beitrag erinnert respektvoll an die Opfer und beschreibt mehrere zusammenwirkende Faktoren; er reduziert die Katastrophe nicht auf ein einzelnes Kommunikationsproblem.
Das Ereignis
Nach einem Bombenanschlag am Flughafen Gran Canaria wurden zahlreiche Flüge nach Los Rodeos umgeleitet. Der für dieses Verkehrsaufkommen nur begrenzt ausgelegte Flughafen wurde stark belastet. Zu den umgeleiteten Luftfahrzeugen gehörten KLM-Flug 4805 und Pan-Am-Flug 1736, beide mit Boeing 747.
Die Kollision ereignete sich bei dichtem Nebel und stark eingeschränkter Sicht. Der KLM-Jet begann den Startlauf, während sich die Pan-Am-Maschine noch auf der Piste befand. Funküberlagerungen, uneindeutige Formulierungen, das unvollständige Lagebild zur Position der Pan-Am-Maschine und Entscheidungen mehrerer Beteiligter gehörten zu den beitragenden Faktoren. 583 Menschen kamen ums Leben; 61 Insassen der Pan-Am-Maschine überlebten.
Auswirkungen und Aufarbeitung
Das Ausmaß der Katastrophe führte weltweit zu intensiver Auseinandersetzung mit Kommunikations-, Cockpit- und Flughafenverfahren. Die Untersuchungen beschrieben eine Kette mehrerer Faktoren, darunter Entscheidungen im Cockpit, Kommunikationsprobleme, Wetter, Verkehrsführung und die damalige Infrastruktur. Eine faire Sicherheitsanalyse vermeidet es, die Ursache allein einer Person oder einem einzelnen Satz zuzuschreiben.
Die Katastrophe wurde zu einem wichtigen Bezugspunkt für die Weiterentwicklung von Cockpit-Zusammenarbeit und Crew Resource Management (CRM). CRM fördert klare Rollen, gegenseitige Überprüfung und die Bereitschaft, Sicherheitsbedenken unabhängig vom Rang anzusprechen. Die Entwicklung von CRM hatte mehrere historische Wurzeln; Teneriffa beschleunigte die Aufmerksamkeit für diese Themen.
Lehren für die Kommunikation
Das Ereignis zeigte die Bedeutung standardisierter, eindeutiger Sprechgruppen und bestätigender Rücklesungen. Der Ausdruck „takeoff“ wurde später in der Standardkommunikation enger auf Startfreigabe und Rücklesen begrenzt. Einheitliche Phraseologie reduziert Mehrdeutigkeit, kann Risiken aber nur zusammen mit Hördisziplin, gegenseitiger Überprüfung und angemessenen betrieblichen Verfahren verringern.
Auch Bodenüberwachung, Rollführung, Beschilderung, Beleuchtung und Verfahren bei geringer Sicht wurden international weiterentwickelt. Bodenradar und modernere Überwachung sind heute an vielen verkehrsreichen Flughäfen wichtige Hilfsmittel, jedoch nicht pauschal an jedem Flughafen vorhanden. Technik ergänzt menschliche Kommunikation und Verfahren, ersetzt sie aber nicht.
Bedeutung bis heute
Die Lehren aus Teneriffa bleiben für die Luftfahrt relevant. Eindeutige Kommunikation im Cockpit und mit der Flugsicherung ist ein wichtiger Sicherheitsbaustein. Level6 Aviation bietet Luftfahrtenglisch-Unterricht zur Entwicklung sprachlicher Klarheit; dieser Unterricht ersetzt weder CRM-, Flug- noch Sprechfunkausbildung.
Unsere Lernangebote unterstützen Pilotinnen, Piloten und weitere Luftfahrtfachleute dabei, Standard-Sprechgruppen von allgemeiner Sprache zu unterscheiden, Informationen zu klären und auch in unerwarteten Situationen verständlich zu kommunizieren. Operative Fähigkeiten und Verfahren müssen in den dafür zugelassenen Ausbildungen erworben werden.
Sprachkompetenz ist eine von mehreren Schutzschichten. Die Katastrophe von Teneriffa erinnert daran, dass Sicherheit aus dem Zusammenspiel von Kommunikation, Technik, Organisation, Entscheidungsfindung und wirksamer Kontrolle entsteht. Kein Sprachkurs allein kann Unfälle verhindern.
Fazit
Die Flugzeugkatastrophe von Teneriffa bleibt ein bedrückendes Kapitel der Luftfahrtgeschichte und ein Wendepunkt für die Beschäftigung mit mehreren Sicherheitsfaktoren. Klare Kommunikation, standardisierte Verfahren, CRM und technische Verbesserungen gehören zu den langfristigen Lehren, die weiterhin gepflegt werden müssen.
Wenn Sie in der Luftfahrt tätig sind, entwickeln Sie Ihre englische Sprachkompetenz als Teil eines umfassenden Sicherheitsverständnisses. Nutzen Sie Unterricht und Übungen, ohne sie als Ersatz für genehmigte betriebliche Ausbildung oder als Garantie gegen Missverständnisse darzustellen.
Informieren Sie sich hier über unseren Luftfahrtenglisch-Unterricht und wählen Sie Unterstützung, die zu Ihren sprachlichen Entwicklungsfeldern passt.




